Google stellt mit Google Trends ein Tool zur Verfügung, mit welchem sich das Suchvolumen eines bestimmten Begriffes im Zeitverlauf nachvollziehen lässt. Dabei werden die nominalen Suchanfragen in ein relatives Verhältnis gesetzt, sprich: es wird erkennbar, ob die Anzahl der Suchen zu einem bestimmten Begriff steigen, gleich bleiben oder fallen. Dadurch können Suchbegriffe auch miteinander verglichen werden. Dieser Beitrag soll einen grundlegenden Einstieg in das Tool bieten und wird sich in folgende Bereiche untergliedern:

Google Trends: Was kann dieses Tool?

Um einen ersten Einstieg in Google Trends zu finden, lohnt es sich die „Aktuellen Trends“ oder die „Top-Charts“ zu betrachten. Bei den aktuellen Trends handelt es sich um angesagte Suchanfragen und am meisten gesuchten Begriffe der letzten Tage. Zudem kann man auch hier wieder die Region einstellen. Wählt man zum Beispiel „Deutschland“, kann man einen direkten Zusammenhang zwischen deutschen Nachrichten und den Suchanfragen sehen.

Mit Google Trends aktuelle und vergangene Geschehnisse nachvollziehen

Google Trends eignet sich als Recherche-Tool für vergangene Entwicklungen ebenso wie für Prognosen. Durch Googles zentrale Stellung im Internet, besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Weltgeschehen und den Suchanfragen. Mit nur einer Suchanfrage lässt sich beispielsweise ableiten, dass die Schweinegrippe in Deutschland ihren Höhepunkt im November 2009 hatte – der Zeitpunkt mit dem höchsten Suchinteresse.

google-trends-schweinegrippeDoch nicht nur solche Krankheitswellen lassen sich mit Google Trends nachvollziehen, sondern auch ganz banale Ereignisse wie virale Internethypes. Beispielsweise kam der „harlem shake“ oder der „gangnam style“ innerhalb kürzester Zeit auf ein riesiges Suchvolumen. Aktuell lässt sich das in Deutschland am Begriff bzw. Song „supergeil“ fest machen. Die Kampagne von EDEKA hinterlässt ebenfalls deutlich sichtbare Spuren in den Suchanfragen.

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Auf sich änderndes Suchverhalten achten

Bei der Auswertung von Suchanfragen muss man auch zwischen allgemeinem Trend und saisonaler Schwankung unterscheiden. Wer sucht schon um Ostern herum nach einem Weihnachtsmann? Ein Beispiel für allgemeine Trendwenden sind technische Entwicklungen: Mit steigendem Suchinteresse nach Smartphones sank das Suchinteresse nach Handys. Ein Onlineshop für Handys muss also nicht um seine Umsätze fürchten, solange er auf das veränderte Suchverhalten eingeht (und auf aktuelle Modelle verschiedener Mobiltelefone setzt). Nach wie vor sind seine Produkte gefragt, aber eben mit anderen Begriffen. Unter Umständen muss dieser Händler auch seine bestehenden Google Ads Anzeigen optimieren.

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Wie Unternehmen Google Trends nutzen können

Auch für Unternehmen lohnt sich ein Blick in Google Trends. So können diese nicht nur das Interesse an einem Produkt oder einer Produktgruppe nachvollziehen, sondern vor allem auch Trends rechtzeitig erkennen. Denn bevor Umsatzzahlen aus einer Branche vorliegen, kann mitunter sehr viel wertvolle Zeit vergehen. Anhand der Google Suchanfragen sind hingegen beinah tagesaktuelle Entwicklungen mit wenigen Klicks ablesbar. Für die strategische Produktentwicklung oder für die Ausrichtung des Sortiments können diese Informationen hilfreiche Indizien zur Entscheidungsfindung liefern.

Ein Beispiel: Anhand des Suchinteresses nach dem Begriff „flachbildfernseher“ kann man nachvollziehen, dass das Interesse an dieser Produktart seinen Höhepunkt Ende 2009 erreicht hat. Seitdem ist ein Abwärtstrend erkennbar.

google-trends-flachbildfernseherDiese Entwicklung lässt verschiedene Schlussfolgerungen zu:

  • Zum einen kann sich das Suchverhalten der Nutzer geändert haben. Da mittlerweile jedes TV-Gerät ein Flachbildfernseher ist, könnte sich das Suchinteresse hin zu konkreteren Begriffen bzw. Synonymen oder zur Suche nach bestimmten Merkmalen entwickelt haben: „full hd fernseher“, „3d fernseher“ oder „55 zoll led tv“ könnten die neuen Suchanfragen lauten. Die „neuen“ Suchbegriffe wären dann nur mittels detaillierter Keyword-Analyse im Rahmen der SEO-Optimierung zu bestimmen.
  • Zum anderen könnte der Abwärtstrend auf eine Marktsättigung hinweisen und wäre damit ein Indiz für sinkende Nachfrage in der Zukunft.

Zusammengefasst handelt es sich bei Google Trends also um ein hilfreiches Tool, um das schwankende Interesse an bestimmten Suchbegriffen nachzuvollziehen.

Über den Autor
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Über den Autor

Herbert Buchhorn ist Geschäftsführer der clicks digital GmbH, einer der führenden Performance Marketing Agenturen mit Sitz in Dresden und Projektbüros in Berlin, München und Köln. Als gefragter Marketingexperte betreut er mit seinem Team nationale wie internationale Onlineprojekte von Unternehmen unterschiedlichster Branchen.

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